Mit einer echten Premiere überraschten Wolbecks Diplom-ZiBoMologen am Wochenende gleich zum Auftakt ihrer bei allen Hippenmajoren gefürchteten Diplomprüfung in der Wolbecker Narrenhochburg der Familie Gnegel: Zum ersten Mal überhaupt ernannte Ira Maassen, quasi die Professorin der närrischen Akademiker, mit ZiBoMo-Präsident Torsten Laumann einen Wolbecker Jecken zum Ehren-Diplom-ZiBoMologen.

Damit würdigten die Dipl-Zibs das unermüdliche Engagement des Präsidenten, der seit vielen Jahren treu hinter der Intellektuellen-Theke steht, zapft und Musik auflegt.

Doch dann war erst einmal Schluss mit lustig: Vor der Tür warteten Hippenmajor Dirk I. Mentrup sowie seine Adjutanten Christian Wolbeck und Henning Blees sowie der Kegelclub des Narrenoberhauptes und begehrten Einlass. Getarnt als die drei Musketiere versuchte es das närrische Trio zunächst mit ein wenig Selbstbewusstsein. Doch als die erste Frage der gestrengen Prüferin Sandra Droste durch den Raum hallte, war´s vorbei mit der Contenance: Drei deutsche Schlager sollte Holzhändler Dirk I. nennen, in denen „sein“ Werkstoff thematisiert wird.

Ein wenig Grübelei, vermischt mit ein bisschen Schummeln und Raten – und schon präsentierte der Hippenmajor drei Lieder á la „Holzmichel“. Profiprüfer Bernd Unbehaun zeigte sich beeindruckt und stimmte – wie auch die gesamt Jeckenschar – gutgelaunt ins Liedgut ein. Der Kegelclub als Verstärkung nutzte bei den Holzfragen denn auch nicht wirklich was. Wer weiß schon, wie und womit man Holzwürmern gekonnt den Garaus macht. „Grillen oder einfrieren“, fasste Dirk I. kurzherhand zusammen – und er wusste sogar, bei welchen Temperaturen das geht.

Doch auch das Lokalkolorit kam nicht zu kurz. „Welche Hippenmajore und Jugendhippenmajore kamen aus Gaststätten?“, wollte Sandra Droste wissen. Kein Problem für Dirk I. dessen Eltern eine Wirtschaft an der Nikolaus-Kirche hatten, allerdings hätte er beinahe sich selbst vergessen.

Am Ende war´s mit Bravour geschafft. Dem Hippenmajor und seinem Gefolge war die Erleichterung über die bestandene Prüfung sichtlich anzumerken, und voller Stolz nahm Dirk I. Mentrup seine Urkunde entgegen.

Der Rest war – wie immer – eine rauschende Party.